Die Geschichte vom Handspielwerk

 

Re - sonanz (lat.: re - zurück, sonar - Schall) - steht für eine kleine Geschichte.

Ein Kollege von mir betreute lange Zeit eine an unheilbaren Krebs erkrankte junge Frau. Bevor Sie starb hinterließ Sie ihm ein Geschenk. Zuhause packte er ein kleines Handspielwerk aus. Er hält es so in der Hand und beginnt an der kleinen Kurbel der Spieluhr zu drehen. Da hört er nur klimpernde Töne. Er erkennt die Melodie. Es ist der Titelsong eines Kinofilmes, der von Lebensfreude handelt. Sie hatten sich darüber unterhalten. Und er fing an, zu überlegen, was ihm das sagen soll. Dann stellt er das Handspielwerk eher zufällig auf den Schreibtisch und dreht noch einmal an der kleinen Kurbel. Die Spieluhr bekam dadurch einen Resonanzboden. Jetzt auf einmal klangen die Töne deutlich, hell und klar. Und so klar war ihm nun auch die Bedeutung. So oft wusste er nicht, was er der Frau auf ihre Fragen antworten sollte und war -einfach- nur da. Aber genau dadurch wurde er zum Resonanzboden. Das Leid und die unbeantworteten Fragen der Frau sind nicht ungehört und bedeutungslos verklimpert. Sie haben im Zuhören Re-Sonanz gefunden.

Zuletzt wurde ihm klar, das sich darin ein noch tieferer Sinn finden lässt. Jesus Christus ist in diese Welt gekommen und gibt in seinem Sterben am Kreuz und durch seine Auferstehung jedem Menschen seine Wertachtung und seine Liebe - die letzte Resonanz .
So steht Re-sonanz für das Grundbedürfnis nach einem Leben, das nicht ungehört verklimpert, sondern ein gutes Echo findet - Leben das so gelingt.